Ostpro 2017 – Ich hatte andere Vorstellungen

Die Ostpro im Herbst 2017 fand in Berlin statt.

Ganz in unserer Nähe wurde vom 01.12. bis 03.12. 2017 von 10:00 bis 18:00 Uhr die Ostpro im SEZ Berlin veranstaltet.

Da ich frei hatte, wollte ich mir die Produkte ansehen, die ich aus meiner Kindheit kannte und auch das ein oder andere meiner Tochter zeigen können.

Beim ersten Anlauf gegen 10:30 Uhr sahen wir schon aus der Tram heraus eine unendliche Schlange von Menschen am Eingang. Wir haben uns um entschieden und sind erstmal weiter zum Alexanderplatz zum Shoppen gefahren. Auf dem Rückweg gegen 12:30 Uhr war die Schlange der Wartenden an der Kasse nur noch etwa 10 Meter lang.
Es konnte losgehen. Der Eintrittspreis betrug erschwingliche 2,00 €.

Das Hinweisschild für die Ostpro fiel etwas klein und eher lieblos aus. Von Weitem war es gar nicht zu erkennen. Schon am Eingang waren rechts und links des Ganges viele Stände zu sehen, die an ehemalige Firmen der ehemaligen DDR erinnert haben.
Beim genaueren Hinsehen war aber von Originalität wenig zu erkennen. Zwischen den ganzen Neuheiten befanden sich einige Produkte in der ehemaligen, originalen Verpackung aber im Allgemeinen sah alles sehr neu und modern aus.
Am Süßwarenstand gab es zwar noch die sogenannten Liebesperlen in der Nuckelflasche, aber das angebotene bunte Puffreis war im aktuellen Einhorn-Style erhältlich. Also nicht wirklich ostalgisch und das, was ich erwartet habe.

Die Auswahl an Ständen war recht groß, obwohl hier die Lebensmittel den grüßten Anteil ausmachten. Von Fleischwaren über Süßigkeiten bis Spielwaren war hier eine recht magere Auswahl an Firmen vertreten, die wirklich noch an ihren Originalen festgehalten haben und die mir noch von ihren Namen her ein Begriff waren.

Für die Schuhpflege, dessen Marke mir völlig unbekannt war, wurden fleißig neue Produkte beworben. Der Stand mit Spirituosen kam mir etikettmäßig etwas vertraut vor, aber auch hier waren die alten Marken kaum zu finden. Dafür kam mir am Stand mit den Holzartikeln sehr vieles noch bekannt vor. Hier gab es Küchenzubehör wie aus meiner Kindheit. Auch die Plauener Spitze (Tischdecken) waren optisch noch sehr nahe am Original.

Ein Stand mit der Bezeichnung „Ostpakete“ hatte noch die wirklichen Ostprodukte im Angebot. Hier galt aber wieder mal in der Schlange stehen und auf einen Korb warten.
Hier waren dann tatsächlich Süßigkeiten, Spielwaren, Haushaltsprodukte und Körperpflege noch an ihrem Markennamen und der Verpackung zu erkennen. Die Preise waren größtenteils übertrieben. Für 150 Lebkuchen waren 2,10 € fällig und die Schlüsselbund-Anhänger in Maulwurf-, Sandmann- oder Schnatterienchen-Design kamen 10,95 €. Das Ende der 80-er ganz moderne Deospray von Action ( vielleicht erinnert sich noch jemand an die pinke Dose mit schwarzen Strichen) kam ganze 9,50 €.

Am Ende unseres Rundganges Standen wir vor dem recht umfangreichen Stand von „Rotstern“. Eine schon zu DDR-Zeiten bekannte und beliebte Süßwarenfirma. Eine preiswerte Schokolade kam damals schon 2,85 Mark.
Diese Schokoladen haben wirklich Wiedererkennungswert mit ihren originalen Verpackungen. Auch weitere Süßigkeiten habe ich wiedererkannt. Einiges an Neuheiten gab es hier aber auch.

Die Firma „Komet“ war ebenso vertreten und bot neben Neuheiten auch bekannte Produkte an. Hier war der Andrang besonders groß. Auch „Kathie“, eine Firma die Backmischungen anbietet, wurde gut frequentiert. Hier war schon optisch und vom Logo her zu erkennen, um welche Firma es sich handelt.

Insgesamt waren einige Produkte zu sehen, die optisch noch dem Original entspricht. Dass sich Firmen weiterentwickeln und neue Produkte auf den Markt bringen, ist mir durchaus bewusst. Aber etwas mehr von „Damals“ was die Verpackung anbelangt, hätte es schon sein dürfen.

Von der Ostpro hatte ich mir mehr Wiedererkennungswert erwartet. Mehr Produkte im Design der ehemaligen Zeit und mehr bekannte Marken wie zum Beispiel „Halloren“. die Firma gab es ja schon in meiner ganzen Kindheit und ist immer noch in „aller Munde“ mit immer neuen Kreationen.

Die Ostpro gab es bereits im Frühjahr und im kommenden Jahr gibt es dann wieder die Gelegenheit für einen Besuch. Für mich war es aber nicht so interessant, dass ich nochmal hingehen werde.

Bis auf ein paar Süßigkeiten mit Original-Motiv habe ich auch nichts eingekauft.

Wer kennt noch dieses Weihnachts-Motiv der „Rotstern“ Schokolade? 

 

 

5 Kommentare zu „Ostpro 2017 – Ich hatte andere Vorstellungen

  1. Echt cool, das Motiv kenne ich auch noch. Ist aber bestimmt über 30 Jahre her dass ich diese Schokolade auf dem Weihnachtsteller (aus Pappe wohlgemerkt) hatte.
    Hast aber recht die Ostpro lohnt sich ja mal echt nicht. Ich wäre extra aus Potsdam angereist für diese Messe.

    Schönen Tag
    Jens

    Gefällt 1 Person

  2. Pingback: Array

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